Im Rahmen der Sportwoche stand für die Schülergruppe von Frau Uttenthaler und Frau Zdralek am zweiten Tag ein ganz besonderes Programm auf dem Plan. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg in die Stadtpfarrkirche Vilshofen, wo es viel zu entdecken gab.
Die beiden Mesner Eduard Evteev und Walter Hochleitner begrüßten die Schülerinnen und Schüler und nahmen sie mit auf eine interessante Führung durch die Kirche. Dabei durften die jungen Besucher auch Bereiche kennenlernen, die man bei einem normalen Kirchenbesuch nicht unbedingt zu sehen bekommt. So führte der Weg unter anderem in die Sakristei. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler eine Monstranz aus nächster Nähe betrachten und einen Blick in den Schrank mit den verschiedenen liturgischen Gewändern der Priester werfen.
Anschließend hatte Mesner Eduard Evteev eine besondere Aufgabe für die Gruppe: Die Schülerinnen und Schüler sollten sich in der Kirche auf die Suche nach dem heiligen Florian, dem Patron der Feuerwehr, machen. Natürlich wurde die Aufgabe mit großem Interesse angenommen.
Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der noch relativ neuen Orgel der Stadtpfarrkirche. Doch damit ging es für die Schülerinnen und Schüler noch lange nicht wieder nach unten – ganz im Gegenteil: Gemeinsam stiegen sie den Kirchturm hinauf. Oben angekommen, konnten sie die großen Glocken aus nächster Nähe bestaunen und diese sogar kurz läuten. Belohnt wurde der Aufstieg außerdem mit einer beeindruckenden Aussicht über Vilshofen.
Nach dem Besuch der Stadtpfarrkirche führte der Weg noch in den Weltladen Vilshofen. Dort erfuhren die Schülerinnen und Schüler Wissenswertes über den fairen Handel und lernten die große Vielfalt der angebotenen Waren kennen. Neben Kunsthandwerk, Schmuck und Dekorationsartikeln aus verschiedenen Kontinenten gab es auch zahlreiche Lebensmittel zu entdecken – wobei natürlich besonders die leckere Schokolade das Interesse weckte.
Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern auch das Fairtrade-Prinzip erklärt: Fairer Handel bedeutet, dass die Menschen, die beispielsweise Kakao, Kaffee oder andere Rohstoffe anbauen und Produkte herstellen, für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden und unter möglichst guten und sicheren Bedingungen arbeiten können. Langfristige und faire Handelsbeziehungen sollen dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzentinnen und Produzenten und ihrer Familien zu verbessern. Gleichzeitig spielen auch soziale und ökologische Standards eine wichtige Rolle. So wurde deutlich, dass hinter vielen Produkten nicht nur eine weite Reise, sondern vor allem die Arbeit zahlreicher Menschen steckt.
Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Einblicken und sicher auch der einen oder anderen süßen Entdeckung ging für die Schülerinnen und Schüler ein gelungener und abwechslungsreicher Vormittag in Vilshofen zu Ende.