{"id":2944,"date":"2026-09-24T19:37:39","date_gmt":"2026-09-24T17:37:39","guid":{"rendered":"https:\/\/ms-vilshofen.de\/?p=2944"},"modified":"2026-09-24T19:38:28","modified_gmt":"2026-09-24T17:38:28","slug":"demokratie-verbindet-junge-menschen-setzen-in-muenchen-ein-zeichen-schuelerinnen-und-schueler-der-mittelschule-st-georg-vilshofen-bei-der-preisverleihung-demokratie-next-generatio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ms-vilshofen.de\/?p=2944","title":{"rendered":"Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Mittelschule St. Georg Vilshofen bei der Preisverleihung \u201eDemokratie \u2013 Next Generation!\u201c in der Pinakothek der Moderne"},"content":{"rendered":"<h5><strong><em>M\u00fcnchen\/Vilshofen.<\/em><\/strong> Wie sieht Demokratie aus? Was bedeuten Menschenw\u00fcrde, Freiheit, Gleichheit oder Gerechtigkeit f\u00fcr junge Menschen? Und was ist ihnen eine demokratische Gesellschaft wert? Auf diese Fragen gaben Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus ganz Bayern am 24. September in der Pinakothek der Moderne in M\u00fcnchen ganz unterschiedliche k\u00fcnstlerische Antworten. Bei der feierlichen Preisverleihung des Wettbewerbs \u201eDemokratie \u2013 Next Generation!\u201c zeigte sich dabei vor allem eines: So verschieden die jungen Menschen, ihre Lebenswelten und ihre k\u00fcnstlerischen Ausdrucksformen auch sein m\u00f6gen, viele grundlegende Vorstellungen davon, was eine demokratische Gesellschaft ausmacht, verbinden sie miteinander.<\/h5>\n<h5>In zahlreichen Wettbewerbsbeitr\u00e4gen setzten sich junge Menschen mit demokratischen Prinzipien und Grundwerten auseinander. Menschenw\u00fcrde und Gleichberechtigung, Freiheit und gesellschaftliche Vielfalt, Gerechtigkeit, Solidarit\u00e4t und gegenseitiger Respekt fanden auf ganz unterschiedliche Weise ihren k\u00fcnstlerischen Ausdruck. Manche Arbeiten griffen zugleich den Gedanken auf, dass Demokratie keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist, sondern gesch\u00fctzt, gelebt und immer wieder neu mit Leben gef\u00fcllt werden muss.<\/h5>\n<h5>Auch die Gespr\u00e4che auf der B\u00fchne machten deutlich, dass Demokratie vom Pluralismus, vom Austausch unterschiedlicher Positionen und vom Engagement ihrer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger lebt. Zu den G\u00e4sten geh\u00f6rten unter anderem die Bayerische Staatsministerin f\u00fcr Familie, Arbeit und Soziales und stellvertretende Ministerpr\u00e4sidentin <strong>Ulrike Scharf<\/strong>, <strong>Dr. Charlotte Knobloch<\/strong>, Pr\u00e4sidentin der Israelitischen Kultusgemeinde M\u00fcnchen und Oberbayern, der fr\u00fchere M\u00fcnchner Oberb\u00fcrgermeister <strong>Christian Ude<\/strong> sowie der Schauspieler und S\u00e4nger <strong>Ron Williams<\/strong>. Das Programm verband Preisverleihungen und Podiumsgespr\u00e4che mit musikalischen Beitr\u00e4gen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auch auf der klaren Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus.<\/h5>\n<h5>Mitten unter den jungen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern waren auch zwei Klassen der <strong><em>Mittelschule St. Georg Vilshofen<\/em><\/strong>. Die Arbeiten waren bereits im vergangenen Schuljahr von den damaligen Klassen 5b und 6a eingereicht worden. Inzwischen besuchen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Klassen 6b und 7a. Begleitet wurden sie nach M\u00fcnchen von ihren Klassenleitungen <strong>Michael Freund<\/strong> und <strong>Zlatka Daneva<\/strong> sowie von Rektor <strong>Florian Zirbel<\/strong>. Beide Klassen hatten jeweils einen Gemeinschaftsbeitrag gestaltet; dar\u00fcber hinaus beteiligten sich mehrere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit eigenen Einzelarbeiten am Wettbewerb.<\/h5>\n<h5>Die heutige Klasse 7a unter Leitung von Zlatka Daneva setzte sich in ihrem Gruppenbeitrag mit dem demokratischen Prinzip der Versammlungsfreiheit auseinander. Ihre Arbeit geh\u00f6rte zu den nominierten Gruppenbeitr\u00e4gen und wurde damit bei der Preisverleihung in M\u00fcnchen gew\u00fcrdigt.<\/h5>\n<h5>Besondere Anerkennung erhielt zudem das Gemeinschaftswerk der heutigen Klasse 6b unter Leitung von Michael Freund mit Unterst\u00fctzung von Lehramtsstudentin <strong>Julia Neum\u00fcller<\/strong>: Ihr Beitrag zum Thema Chancengleichheit erreichte den zweiten Platz in der Kategorie Gruppenbeitr\u00e4ge. Bei der Preisverleihung wurde das gro\u00dfformatige Werk in der Pinakothek der Moderne pr\u00e4sentiert.<\/h5>\n<h5>Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Gleichwertigkeit aller Menschen. Unterschiedlich gestaltete menschliche Silhouetten stehen Hand in Hand nebeneinander. Auf und zwischen ihnen finden sich Begriffe und Symbole, die demokratische Rechte und Werte wie W\u00fcrde, Gleichheit, Vielfalt, Meinungs- und Religionsfreiheit oder freie Wahlen aufgreifen. Trotz aller Verschiedenheit bilden die Figuren eine Gemeinschaft. Damit kn\u00fcpft die Arbeit an einen grundlegenden Gedanken der Artikel 1 und 3 des Grundgesetzes an: an die unantastbare W\u00fcrde jedes Menschen und an die Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz. F\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler folgt daraus die Frage nach tats\u00e4chlicher Chancengleichheit \u2013 danach also, welche Voraussetzungen notwendig sind, damit Menschen unabh\u00e4ngig von ihren Unterschieden gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben k\u00f6nnen.<\/h5>\n<h5>Dabei war der Wettbewerbserfolg nur ein Teil dessen, was den Tag f\u00fcr die Vilshofener Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besonders machte. Beeindruckend war f\u00fcr sie vor allem zu erleben, wie viele unterschiedliche junge Menschen sich mit Demokratie besch\u00e4ftigen und wie viele gemeinsame \u00dcberzeugungen sich trotz ganz verschiedener Ausdrucksformen in ihren Arbeiten wiederfinden. Die Wettbewerbsbeitr\u00e4ge machten sichtbar, dass Demokratie f\u00fcr Jugendliche keineswegs nur ein abstrakter Begriff aus dem Unterricht ist. Sie verbinden damit konkrete Vorstellungen vom Zusammenleben und von den Rechten, die allen Menschen zustehen.<\/h5>\n<h5>Gerade in der Vielfalt der Werke lag deshalb eine wichtige Erfahrung des Tages: Demokratie bedeutet nicht, dass alle Menschen dasselbe denken oder auf dieselbe Weise leben m\u00fcssen. Sie erm\u00f6glicht vielmehr Unterschiedlichkeit auf der Grundlage gemeinsamer Rechte und Regeln. Viele der Arbeiten zeigten zugleich, dass junge Menschen bereit sind, sich mit diesen Werten auseinanderzusetzen \u2013 und dass ihnen bewusst ist, dass Demokratie auf Menschen angewiesen ist, die f\u00fcr sie eintreten.<\/h5>\n<h5>Mit der Preisverleihung endet das Projekt nicht. Aus den k\u00fcnstlerischen Beitr\u00e4gen soll eine interaktive Wanderausstellung entstehen, die an Schulen und an \u00f6ffentlichen Orten wie Rath\u00e4usern oder Bibliotheken gezeigt wird. Workshops, Ausstellungsf\u00fchrungen und Diskussionsveranstaltungen sollen die k\u00fcnstlerischen Arbeiten erg\u00e4nzen und insbesondere junge Menschen dazu anregen, \u00fcber demokratische Prinzipien miteinander ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/h5>\n<h5>So wurde aus einer Preisverleihung weit mehr als die W\u00fcrdigung einzelner Kunstwerke. Der Vormittag in M\u00fcnchen bot den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Gelegenheit, Demokratie als etwas Gemeinsames und zugleich Vielf\u00e4ltiges zu erleben: als eine Gesellschaftsform, die unterschiedliche Menschen miteinander verbindet, ohne ihre Unterschiede aufheben zu wollen, und deren Grundlage Menschenw\u00fcrde, gleiche Rechte und gegenseitiger Respekt sind.<\/h5>\n<h5>Am Ende brachte Ron Williams die Botschaft des Tages noch einmal auf wenige Worte:<\/h5>\n<h5>\u201eNein zu Rassismus. Nein zu Antisemitismus. Ja zu Liebe. Ja zur Demokratie.\u201c<\/h5>\n<h5><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Vilshofen. Wie sieht Demokratie aus? 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